
Ich soll ein Rassist sein?
Die Zehntklässler des Lycée Charles Péguy aus dem 11. Pariser Arrondissement sind Jugendliche, denen es an Grips nicht mangelt! Sie dachten im Laufe dieser 3 Tage über die Unterschiede nach, welche entzweien oder unsere Beziehungen zueinander beeinflussen können.
Wie baut sich unsere Identität auf, welchen Gruppen gehören wir an ?
Einige behaupten von sich, sie seien « Gesindel » oder « schwarz, und stolz darauf », aber wie würde man uns betrachten, trägen wir ein T-Shirt: « Ich bin stolz darauf, ein Weißer zu sein » ? oder « Ich bin stolz darauf, ein Hetero zu sein » ?
Es ist nicht immer leicht, die abträgliche Neigung vorgefasster Bilder zu erkennen, welche uns auf den Weg der Intoleranz führen. Man muss die anderen akzeptieren, wie sie sind, es aber mitunter auch wagen, « aus der Herde auszubrechen » und jede Form der Diskriminierung abzulehnen. Ohne zu vergessen, dass die Unterschiede ebenfalls auf sozialer Ungleichheit beruhen, welche unbedingt bekämpft werden muss.
Dank der Begegnung mit den anderen Jugendgruppen aus Italien, Deutschland und Schweden, die im Haus zugegen waren, konnten sie bereits am ersten Abend die stereotypen Ansichten, welche man von einigen Ländern pflegt, mit « echten Exemplaren » vergleichen.
Die Besichtigung des Konzentrationslagers Struthof stand auf ihrem Programm. Dort haben sie gesungen, und zwar ein Lied, welches zum Widerstand gegen die Nazis aufrief, das ihre Lehrer ihnen beigebracht hatten, eine Art Würdigung, um angesichts eines namenlosen Grauens nicht sprachlos zu bleiben.

















