
Neuroendokriwas?
Das 35. Kolloquium der Gesellschaft für Neuroendokrinologie fand von Mittwoch, den 10. bis Freitag, den 12. September 2008 im Ciarus statt. «Die Neuroendokrinologie liegt an der Schnittstelle zweier großer Fachbereiche, nämlich der Neurobiologie und der Endokrinologie. Sie untersucht alle Formen der Wechselwirkung zwischen Nervensystem und endokrinem System: die Kontrolle, welche ersteres über letzteres ausübt, die mögliche Wirkung der Hormone (denn das ist das endokrine System) auf das Nervensystem, um den Organismus an Veränderungen des inneren Milieus (das Innere eines Körpers) und der Umwelt anzupassen. Zum Beispiel unterliegen wir aufgrund der Umdrehung der Erde um sich selbst und um die Sonne täglichen und jahreszeitlichen Veränderungen verschiedener Faktoren unserer Umwelt (Licht, Temperatur, Nahrungsqualität und –menge, Parasiten, usw....).
Um uns an diese Veränderungen anzupassen, verfügt unser Gehirn über eine (im Hypothalamus gelegene) biologische Uhr, mit deren Hilfe unsere biologischen Funktionen in Einklang mit unserer Umwelt stehen können. Zwei Beispiele: wir schlafen nachts und die Tiere kommen im Frühjahr auf die Welt. » Störungen dieser Rhythmen können sich zum Beispiel auf kardiovaskuläre Störungen, Übergewicht oder Geschwüre, aber auch auf den Alterungsprozess auswirken; dies war das Thema einer öffentlichen Konferenz von Herrn Professor Jacques Epelbaum: « Vollzieht sich der Alterungsprozess im Kopf? » (diese Konferenz wird aufgrund ihres großen Erfolgs im November erneut ausgerichtet).
Dieses Kolloquium vereinte 154 Teilnehmer, darunter 39 Studenten aus ganz Frankreich und 15 Ausländer (Belgien, Spanien, Holland, Marokko, Schweiz). Es bot ebenfalls die Gelegenheit, den Teilnehmern das elsässische Rebland und die elsässische Gastronomie näher zu bringen!

















