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Unsere Geschichte

SEMIS Website Ganz am Anfang steht eine Gruppe überzeugter Protestanten, die konkretere Aktionen der Kirche in der Gesellschaft wünschten. Ihre Arbeit nahm 1834 konkrete Gestalt an mit der Gründung des SEMIS (Société Évangélique de Mission Intérieure de Strasbourg), der "Inneren Mission Straßburgs". Für ihre Aktivitäten brauchte die Innere Mission ein Haus und weihte daher 1895 den "Evangelischen Zirkel" ein. (Dieses Gebäude beherbergt heute das Ciarus.)

Zur Rue du Fossé des Treize hin verfügte das Gebäude damals über einen Gymnastiksaal, Versammlungsräume und einen Jugendclub. Man organisierte dort Konferenzen, Bibelabende, Teeabende, Wohltätigkeitsbasare usw. Zur Rue Finkmatt hin befanden sich schon Zimmer und ein Restaurant für alleinstehende Jugendliche. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude von den Nazis beschlagnahmt.

Seit 1944 wieder im rechtmäßigen Besitz der Inneren Mission, beherbergte das Gebäude bis 1962 das "Institut Martin Bucer", in dem leitende Persönlichkeiten der evangelischen Kirche ausgebildet wurden. 1963 wurde die zur Rue Finkmatt gelegene Gebäudehälfte zum "Foyer Daniel Legrand", das hauptsächlich Lehrlingen als Unterkunft diente. Mit der Entwicklung des Schulwesens beherbergte das Haus immer mehr Gymnasiasten sowie sozial schwache Jugendliche. Parallel dazu fanden im anderen Gebäudeteil der Protestantische Jugendrat, der CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen), das Blaue Kreuz und die Telefonseelsorge ihre Unterkunft.

Nach der Schließung des Foyers Daniel Legrand dienten die Räumlichkeiten als Notunterkunft für "Boat People", Flüchtlinge aus Laos. Nach dieser Zeit wurde beschlossen, das Gebäude zukünftig der Jugend zur Verfügung zu stellen.

Die Innere Mission entschied sich, den Verein Ciarus zu gründen und diesen durch eine Partnerschaft mit dem CVJM fest in der christlichen Bewegung zu verankern. Als Präsident des Ciarus wird Jean-Pierre Michel gewählt, selbst CVJM-Mitglied. 1986 bezog das Ciarus das zur Rue Finkmatt gelegene Gebäude.

Die kulturelle Vereinigung des Fossé des Treize wurde zu einem soziokulturellen Zentrum. 1994 verließ sie die Rue du Fossé des Treize. Die Stadt Straßburg stellte ihr ein Gebäude in der Rue Finkmatt 6 zur Verfügung. Die Innere Mission vertraute nun die Führung des gesamten Gebäudes dem Ciarus an. 1996/97 wurde das gesamte Gebäude in großem Stil erweitert und damit seiner ursprünglichen Bestimmung zurückgegeben: als Ort der Gastfreundschaft, der Begegnung und des lebendigen Lernens. So schließt sich der Kreis über ein Jahrhundert hinweg.

Hier kann ich Toleranz, Solidarität und Friedensarbeit erleben!

Das Ciarus unterstützt oder initiiert Aktionen im Einklang mit seinen Werten: Aufruf zur Solidarität, Teilnahme an aktivistischen Aktionen, Korkensammlung, Petitionen für einen Schuldenerlass für arme Länder, Kampf gegen Landminen, Ausstellungen über Ölpesten, AIDS, Gedankenaustausch über das Staatsbürgertum in Europa und Friedenskunst ... Wenn Sie uns besuchen, können Sie sich bei Interesse gerne beteiligen oder sich informieren.
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